DER FLIEGENDE HOLLÄNDER


Der fliegende Holländer

Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Bosch • Schmiedleitner • Brandtmayr • Kraske • Litzinger
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Stuttgarter Philharmoniker
Statisterie der Opernfestspiele Heidenheim

Nordische Rauheit und lichte Erlösung

Das tosende Meer und der Matrosenchor der Ouvertüre führen direkt in die sturmgewaltige, düstere Atmosphäre des Fliegenden Holländers. Der Legende nach ist der Seefahrer dazu verdammt, in einem Geisterschiff über die Weltmeere zu fahren und nur alle sieben Jahre am Land nach einer Frau zu suchen, die ihn durch Liebe und ewige Treue von seinem Fluch befreit.
Szenenwechsel: In einem norwegischen Küstendorf wird Senta, die Tochter des Seefahrers Daland vom jungen Jäger Erik umworben. Als sie beim Spinnen mit anderen Frauen in der Stube die Ballade vom Fliegenden Holländer vorträgt, ist Senta von dessen Schicksal tief berührt und hat keinen Blick mehr für Erik. Als ihr Vater dann eben noch diesen Holländer mit nach Hause bringt – beide hatten in einer Bucht Zuflucht vor einem Unwetter gesucht – ist Senta beseelt, „diesen armen Mann“ zu erlösen. Doch wird ihr dies gelingen?
 
Mit seiner vierten vollendeten Oper hat Richard Wagner 1841 seine Idee des Musikdramas gefunden: Die musikalisch eindrucksvolle Darstellung des Meeres in seiner Urgewalt, die von Blitzen durchzuckten Unwetter und das vom Fluch getriebene Geisterschiffs auf der einen Seite sowie die enge, biedermeierliche Welt des bäuerlichen Lebens und eine junge Frau, die ausbricht aus dieser Gesellschaft und den festen Willen hat, den auf ewig verfluchten Holländer durch ihre absolute Treue zu erlösen auf der anderen Seite - das alles verdichtet sich im Fliegenden Holländer zu einem vor Dramatik und Rührung berstenden Meisterwerk.

Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre – vor allem mit italienischen Belcanto-Opern – steuern die Opernfestspiele in der Saison 2017 nordisch raue Gefilde an. Mit dem österreichischen Regisseur Georg Schmiedleitner haben sich die Opernfestspiele eines Regisseurs versichert, der – u. a. ausgezeichnet mit dem renommierten Nestroy-Theaterpreis – starke Bilder produziert und dabei den Stoff immer plausibel „an der Realität reiben“ lässt. Großprojekte wie die Aufführung von Karl Krauss’ Die letzten Tage der Menschheit für die Salzburger Festspiele oder Richard Wagners Ring des Nibelungen, den Georg Schmiedleitner seit der Spielzeit 2013/14 zusammen mit Marcus Bosch am Staatstheater Nürnberg schmiedet, und deren gesamtzyklische Aufführung 2017 direkt vor der Holländer-Premiere zu erleben ist, geht der Theatermann mit unverstellten Blick und großer Neugierde an.



PREMIERE Freitag, 7. Juli 2017, 20 Uhr
Rittersaal Schloss Hellenstein / Festspielhaus Congress Centrum*


* abhängig von der Witterung

Einführungsvorträge jeweils um 19:10 Uhr und 19:30 Uhr

Freitag, 7. Juli 2017, 20 Uhr
Sonntag, 9. Juli 2017, 20 Uhr
Freitag, 14. Juli 2017, 20 Uhr
Samstag, 15. Juli 2017, 20 Uhr
Freitag, 21. Juli 2017, 20 Uhr

Samstag, 22. Juli 2017, 20 Uhr
Mittwoch, 26. Juli 2017, 20 Uhr
Freitag, 28. Juli 2017, 20 Uhr



Musikalische Leitung Marcus Bosch
  Marijn Simons (21./22. Juli)
  N.N. (14. Juli)
Inszenierung Georg Schmiedleitner
Bühne Stefan Brandtmayr
Kostüme Cornelia Kraske
Licht Hartmut Litzinger
Dramaturgie Natalia Fuhry
   
Festspielchor Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Festspielorchester Stuttgarter Philharmoniker
   
Daland, ein norwegischer Seefahrer Randall Jakobsh
Senta, seine Tochter Erika Sunnegardh /
Annette Seiltgen (9./14./21./28. Juli)
Erik, ein Jäger Vincent Wolfsteiner
Mary, Sentas Amme Melanie Forgeron
Der Steuermann Dalands Martin Platz /
Christoph Wittmann (9./21./22. Juli)
Der Holländer Antonio Yang