Presse


„Fidelio“ füllte die Ränge

Meldung vom 04. August 2011

Erste Bilanz zu den Opernfestspielen 2011



Mit der Last Night ist am vergangenen Sonntag die zweite Spielzeit der Heidenheimer Opernfestspiele unter der Leitung von Festspieldirektor Marcus Bosch zu Ende gegangen. „Ich bin sehr glücklich über die künstlerische Entwicklung und den Zuspruch der Festspiele“, so Bosch in einer ersten Stellungnahme zur Bilanz der Saison. Überschwängliche Reaktionen des zahlreich strömenden Publikums bestätigen die inzwischen große Akzeptanz des Opernfestivals. Besonders erfreut, so Bosch weiter, sei er auch darüber, dass er sowohl für das Fidelio-Ensemble als auch für die Konzerte des Rahmenprogramms Künstler von internationalem Format verpflichten konnte. Nicht nur die Künstler kamen von weit her – auch die Gäste ließen sich in dieser Saison verstärkt überregional von den Heidenheimer Festspielen anlocken. Signifikante Auswirkungen auf den Tourismus seien erkennbar; nicht nur Tagesgäste, sondern auch größere Gruppen von Kulturreisenden haben verstärkt den Weg auf den Heidenheimer Schlossberg gefunden.

 

Von all diesen positiven Entwicklungen sichtlich begeistert gratulierte Oberbürgermeister Bernhard Ilg Marcus Bosch und seinem Team zum großen Erfolg und glücklichen Verlauf der Saison 2011. Die Heidenheimer Opernfestspiele, so Ilg, seien in ihrer Leuchtturmfunktion aus dem kulturellen Angebot der Stadt nicht mehr wegzudenken und trügen wesentlich zur Stärkung des Standortes Heidenheim bei.

 

Höchste Zufriedenheit herrscht bei Festspielleitung und Stadtverwaltung auch hinsichtlich der Besucherzahlen und der Auslastung. So konnten sechs der sieben Fidelio-Aufführung vor ausverkauftem Hause stattfinden – damit konnte das sehr gute Ergebnis der Vorjahres-Saison nochmals übertroffen werden. Mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher sorgten allein bei der Oper für eine Auslastung von über 97%. Auch die Konzerte waren mit 3.900 verkauften Karten und einer Auslastung von 84% sehr gut besucht, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass mit dem ersten Festival für Neue Musik ZEITGENOSSEN gänzlich Neues und Ungehörtes gewagt wurde. Erfreulich auch die Ergebnisse der Jungen Oper: 1.750 große und kleine Fans besuchten Mitte Juni das eigens errichtete Opernzelt im Schlosspark und lauschten der Geschichte von „Schaf“. Alles in allem strömten somit knapp 13.500 Festspielgäste in die Spielstätten.

 

Allein das Wetter machte den Festspielen einen kleinen Strich durch die Rechnung. Witterungsbedingt – vor allem wegen der anhaltenden Kälte - konnte nur die Premiere in der Kulisse des Rittersaals auf Schloss Hellenstein stattfinden. Alle anderen Veranstaltungen mussten zum Bedauern aller Beteiligter ins Festspielhaus Congress Centrum verlegt werden. „Ein echter Glücksfall“ sei es, so Festspieldirektor Marcus Bosch, dass dort ein in Sachen Akustik und Ambiente adäquater Ausweichspielort zu Verfügung steht.

 

Pünktlich zur Fidelio-Premiere begann bereits am 9. Juli der Vorverkauf für die Opernfestspielsaison 2012 vom 16. Juni bis 29. Juli. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen auf Schloss Hellenstein steht dann Georges Bizets Meisterwerk „Carmen“, mit Premiere am 6. Juli. Bereits jetzt sind über 1.100 Karten für die Festspielzeit 2012 nicht mehr zu haben.