Presse


Vorhang auf für den „Räuber Hotzenplotz“

Meldung vom 24. Juni 2010

Premiere der JUNGEN OPER im Heidenheimer Konzerthaus



Während die Proben für die TOSCA im Rittersaal auf Schloss Hellenstein noch in vollem Gange sind, ist die JUNGE OPER der Opernfestspiele einen Schritt voraus. Bereits am Mittwoch, den 30. Juni, heißt es „Vorhang auf“ für die diesjährige Kinderoper – der RÄUBER HOTZENPLOTZ betritt erstmals die Bühne des Heidenheimer Konzerthauses. Beginn der Premiere ist 18 Uhr.

 

 

Der Räuber Hotzenplotz, der wohl beliebteste Langfinger der deutschen Literatur, kann nahezu alles: Er spricht 34 Sprachen (denn in ebenso viele wurde der Kinderbuchbestseller bereits übersetzt), kann sich in eine Puppe verwandeln (wurde das Werk bereits mehrfach als Puppentheater inszeniert) und hat sogar das Zeug zum Schauspieler (wie zahlreiche Verfilmungen des Stückes beweisen). Doch der Höhepunkt seiner bisherigern Karriere ist ab nächster Woche in Heidenheim zu erleben: Der Räuber Hotzenplotz wird nun auch zum Opernstar!

 

Und wer ihn dabei auf frischer Tat ertappen will, muss nächsten Mittwoch, 30. Juni, ins Konzerthaus gehen, denn da feiert der liebenswerte Verbrecher Premiere. Zusammen mit Kasperl, Seppl, Wachtmeister Dimpfelmoser und Petrosilius Zwackelmann betritt er die Bühne und erlebt dort seine spannenden Abenteuer. Großmutters Kaffeemühle, Zaubertricks, eine Unke, eine Fee – das ist der Stoff, der diese Kinderoper so besonders sehens- und hörenswert macht. Komponiert und arrangiert wurde das Werk von Andreas N. Tarkmann, dessen kindgerechte Werke stets durch Anspruch, Witz und Raffinesse überzeugen. Die urige Kulisse, Kisten voll heimeligen Innenlebens, das sichtbar auf der Bühne musizierende Orchester, fantasievolle Kostüme und überzeugende Darsteller versprechen Bühnenfreuden für Groß und Klein.

 

Nachdem die Kinderoper im April letzten Jahres in Aachen uraufgeführt und von Publikum wie Presse begeistert aufgenommen wurde, kommt das Aachener Ensemble, darunter Sopranistin Irina Popova in der Rolle der Großmutter und Pawel Lawreszuk als Kasperl, nun mit Sack und Pack, Maske, Kostümen und Bühnenbild nach Heidenheim. Anstelle des Sinfonieorchesters Aachen musizieren die Musiker des Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidenheim und sind dem Publikum dabei ganz nah. Orchester und Bühne sind auf der gleiche Höhe wie die kleinen Zuschauer, die damit mitten im Geschehen sind. Doch Vorsicht: Nicht zu nahe! Hotzenplotz ist auch als Sänger Räuber durch und durch und macht weder vor Taktstöcken und Instrumenten noch vor Kindermützen halt.