Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble

Samstag, 16. Juli 2011, 20 Uhr
Pauluskirche Heidenheim

 

 

„Officium Novum“

 

Jan Garbarek zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Jazzmusikern in Europa und ist ein herausragender Vertreter der skandinavischen Jazz-Szene. Nur ein Ausnahme-Musiker wie er kann der Schönheit und Perfektion des Gesanges des britischen Hilliard Ensembles eine fünfte Stimme schenken.

 

Dabei durchwandert, durchfliegt er als Improvisator die Räume, die die Hilliards mit ihren Vokalpartituren erschaffen. Er ist ein behutsamer, ehrfürchtiger, nie selbstvergessener Zeitgenosse, der den Gruftdeckel der Alten Musik lüftet und ihre Schwingungen und die ihren Obertonreihen immanenten Kühnhei-ten bewusst macht.

 

 

Von einer „Unio mystica der Zeiten und Räume“ sprach 1994 die Süddeutsche Zeitung: Soeben war bei ECM „Officium“ erschienen, ein Album das in unerhörter Weise Saxofon-Improvisationen und A-cappella-Gesang verband. Mehr als eine Million Mal sollte sich die Aufnahme im Laufe der Jahre verkaufen. Während zu Beginn der Zusammenarbeit zwischen Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble die mittelalterliche Vokalpolyphonie im Mittelpunkt stand, bezog „Mnemosyne“ vier Jahre später bereits zeitgenössische Kompositionen mit ein.

 

Ausgedehnte Tourneen haben den fünf Musikern nicht nur zusehends mehr Freiheit der Interaktion erschlossen; auch das Repertoire-Spektrum wurde beständig erweitert. „Officium novum“, aufgenommen wie die beiden Vorgänger in der österreichischen Propstei St. Gerold, widmet sich nun dem reichen Erbe der armenischen Musik, das die Hilliards vor Ort in Eriwan intensiv studiert haben. In den geistlichen Gesängen der ältesten christlichen Nation der Welt, den so genannten „Sharakans“, verbinden sich jahrhundertealte liturgische Weisen mit der bardischen Tradition der Kaukasusregion. Dabei entsteht eine einzigartige Legierung westlicher und arabischer Einflüsse – idealer Ausgangspunkt für die spontanen Exkursionen des Saxofonisten.

 

Neben drei- und vierstimmigen Sharakans haben die fünf Musiker für das neue Programm eine Reihe byzantinischer Gesänge in kirchenslawischer Sprache ausgewählt. Zwei Kompositionen Jan Garbareks, das wunderbare A-cappella-Stück „Most Holy Mother of God“ von Arvo Pärt, ein spanisches Villancico und eine neue Version von Perotins „Alleluia nativitas“ runden die Wanderung zwischen Einst und Jetzt, Ost und West zu einem so abwechslungsreichen wie stimmigen Parcours. Mehr und mehr führt er nun auch die Sänger auf improvisatorische Nebenwege. Wo solche Wege abzweigen, wo sie wieder in den Strom der notierten Musik einmünden – das entscheidet sich im Konzert oft erst im unmittelbaren Zusammenspiel mit Architektur und Akustik des jeweiligen Raumes.

 

 

Carmen

Opéra Comique in 4 Akten von Georges Bizet

6./8./11./13./14./18./20./21./27./28. Juli 2012

Bosch • Rathke • Beaujean • Mondschein • Litzinger

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ZORRO

JAGT DEN CARMEN-SCHATZ

Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren

6./7./9./10./12./13./14./15./16./17. Juni 2012

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Galakonzert

Tine Thing Helseth, Trompete • Stuttgarter Philharmoniker • Muhai Tang, Dirigent

19. Juli 2012, 20 Uhr

Schloss Hellenstein*

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