ŁUKASZ BOROWICZ

Łukasz Borowicz
Łukasz Borowicz (Foto: Justyna Mielniczuk)

Einer der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation, Łukasz Borowicz leitet regelmäßig die großen europäischen Orchester und bedient sowohl das deutschen Kernrepertoire als auch die wichtigen russischen, polnischen, tschechischen und ungarischen Komponisten. Er erhielt zahlreiche Preise für seine über 75 Aufnahmen. Von 2007 bis 2015 war er Chefdirigent des Polnischen Rundfunk-Sinfonieorchesters in Warschau und 2006 wurde er zum Chefdirigenten des Philharmonischen Orchesters Poznań ernannt. Aktuelle Projekte sind eine Aufnahmen von Anton Bruckners geistlicher Musik mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie eine Veröffentlichung von Hugo Alfvens fünf Sinfonien mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin bei CPO.
Im April 2018 debütierte er mit dem London Philharmonic Orchestra und Anne-Sophie Mutter mit einem Programm mit Prokofjews Symphonie Nr. 5 und Pendereckis Violinkonzert Nr. 2. In der Saison 17/18 debütiert Borowicz mit dem Gürzenich-Orchester Köln und den Bamberger Symphonikern sowie mit Diana Damrau und dem Orchestre National de Lille in der Philharmonie de Paris. Łukasz Borowicz war Gastdirigent beim Konzerthausorchester Berlin, SWR Sinfonieorchester, Düsseldorfer Symphoniker, Hamburger Symphoniker, MDR Sinfonieorchester, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Luzerner Symfonieorchester, Orchestre National de Lille, Luxembourg Philharmonic Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, Queensland Symphony Orchestra, Trondheim Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic New Music Group und eine Reihe weiterer Orchester und Ensembles, darunter alle wichtigen polnischen Symphonieorchester. Außerdem dirigierte er beim Rossini Festival in Pesaro, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Kissinger Sommer Festival. Sein Operndebüt gab er an der Polnischen Nationaloper mit Don Giovanni, daraufhin folgten Neuproduktionen von Orfeo ed Euridice, A Midsummer's Night Dream und The Rite of Spring sowie Dido und Aeneas (in Lodz), Die Zauberflöte, Eugene Onegin und Rusalka (in Prag), Blaubarts Burg, König Roger (in Krakau und Bilbao). Zukünftige Projekte sind Les Huguenots an der Pariser Oper und Halka am Theater an der Wien.
Borowicz' Aufnahmen wurden mit drei Diapason d'Or-Preisen ausgezeichnet. Der letzte Teil seines Panufnik-Zyklus wurde von der Zeitschrift Gramophone für den „Editor's Choice“ ausgewählt und Borowicz erhielt den ICMA Special Achievement Award im Jahr 2015. Seine Zusammenarbeit mit Piotr Beczała bei der Aufnahme Heart's delight - Songs of Richard Tauber der Deutschen Grammophon stieß auf breites öffentliches Lob.
Geboren 1977 in Warschau, Łukasz Borowicz absolvierte die Frederic Chopin Music Academy, wo er bei Bogusław Madey studierte. Er promovierte in Dirigieren bei Antoni Wit. Er erhielt den „Polityka Passport Award“ (2008), den „Coryphée of Polish Music Award“ (2011), den „Norwid Award“ (2013) und den „Tansman Prize“ (2014).