Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn - Festspielchor

Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn (Foto: Pavel Nesvadba)

Der Tschechische Philharmonische Chor Brno  wurde im Jahre 1990 gegründet und gehört trotz seiner kurzen Geschichte zu den meist gefragten professionellen Musikkörpern Europas.
2007 erhielt er den ECHO Klassik Preis für „das Beste Vocal Ensemble“ des Jahres mit der a cappella Aufnahme von Anton Bruckners Motetten. Die CD mit Liszt´s Christus wurde mit einem weiteren ECHO Klassik Preis als Aufnahme des Jahres ausgezeichnet. Das Repertoire, das in erster Linie Oratorien und Kantaten umfasst, wurde in letzter Zeit auch auf Opern aller Musikepochen ausgeweitet. Er bestreitet an die 90 Konzerte jährlich im In- und Ausland. 
Der Tschechische Philharmonische Chor Brno hat auch in der Bernd Alois Zimmermann Aufnahme “Requiem für einen jungen Dichter” mitgesungen, gewertet mit einem prestigen Preis der Deutschen Schallplattenkritik im Januar 2009. Im September 2011 wurde der Chor von der japanischen Webseite Geijutsu Disc Review wegen der Aufnahme von Dvořák's Requiem mit dem TOKUSEN award (d.h. exklusive Empfehlung) gewertet.
Mittlerweile arbeitet der Chor mit allen tschechischen und den anerkanntesten ausländischen Orchestern zusammen. Partner am Pult waren u.a. Dirigenten wie  Petr Altrichter, Jiří Bělohlávek, Leoš Svárovský, Zdeněk Mácal, Vladimír Válek, Libor Pešek, Jakub Hrůša, Jakub Klecker, Juraj Valcuha, Sir Charles Mackerras,  Leopold Hager, Enoch zu Guttenberg,  Marc Soustrot, Lawrence Foster, Carlos Kalmar, Roman Kofman, Charles Dutoit, Mario Venzago, Hugh Wolff, Aldo Ceccato, Jean-Claude Casadesus, Georg Schmöhe, Bertrand de Billy, Dennis Rusell Davies, Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Kurt Masur, Isaac Karabschevsky, Emanuel Krivine, Yakob Kreizberg, Gabriel Feltz, Ralf Weikert, Kristjan Järvi, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Jukka-Pekka Saraste, Walter Weller, Christoph Eschenbach, Simone Young, Andrés Orosco-Estrada, Stephan Blunier, Wilson Hermanto, Marek Janowski, Steven Sloane, Manfred Honeck, Mark Junk, Hooman Khalatbari, Sir Simon Rattle, Iván Fischer, Christian Thielemann, Marcus Bosch und  andere.
Regelmäßig gastiert der Chor bei zahlreichen internationalen Musikfestivals - sei es in Wien, Linz, München, Luzern, Basel, Frankfurt, London-BBC Proms, Lübeck, Passau, Heidenheim, Milano, Rom, Vatikan, Paris, Rennes, Nantes, Angers, Nürnberg, Dresden, Oviedo, Grafenegg, oder in Prag, Brno, Ostrava, Olomouc, Litomyšl, České Budějovice, Jaroměřice, Český Krumlov usw.
Der Chor verwirklichte eine ganze Reihe von CD-Aufnahmen für bedeutende tschechische und europäische Aufnahmegesellschaften  (MDG - Musikproduktion Dabringhaus und Grimm, PANTON, Supraphon, Farao, KOCH International, Sony Classical, Ultraphon, Arco Diva, Chesky-Records New York, Pronto, Antiphona, PAN Classics, Discantica u. a.)
Begründer, Musikdirektor und Dirigent des Tschechischen Philharmonischen Chores Brno ist Petr Fiala.  Er ist Absolvent des Brünner Konservatoriums und der Janáček-Akademie der musischen Künste im Fach Kompositionslehre und Dirigieren. Seit mehr als 55 Jahren ist er als Chormeister und Dirigent tätig, widmete sich aber auch der pädagogischen Arbeit als Professor am Brünner Konservatorium und der Komposition. Der zweite Chormeister ist Jan Ocetek.
Die Tätigkeit des Tschechischen Philharmonischen Chores Brno wird von der Südmährischen Region, dem Kultusministerium der Tschechischen Republik und der Statutar-Stadt Brno unterstützt.
Als General Partner des TPCHB ist TESCAN ORSAY HOLDING, A.G.  tätig.

Petr Fiala - Direktor und Chorleiter

Petr Fiala
Petr Fiala

Petr Fiala, Absolvent des Brünner Konservatoriums (Klavierspiel, Kompositionslehre, Dirigieren), bestand im Jahre 1971 die Staatsprüfung an der Janáček-Akademie der musischen Künste (im Kurs von Prof. Jan Kapr).
Während seiner Kompositionsstudien ließ er sich vom Werk von A. Honneger. B. Bartok, S. Prokofjev, B. Martinů und L. Janáček beeinflussen. Nach dem Absolutorium an der Janáček-Akademie der musischen Künste bekannte er sich zu den Autoren, die sich um eine Synthese der neuen Musikströmungen (insbesondere der klangfarblichen) mit der besten Tradition der Klassiker des 20. Jahrhunderts bemühen. Dank der gefühlvollen Verbindung der Tradition mit der Gegenwart finden seine Kompositionen vielseitigen Beifall, sowohl bei den dankbaren Interpreten als auch bei vielen Musikliebhabern. Aus seinem Werk zu erwähnen sind wenigstens eine Reihe von Vokal- und Instrumentalzyklen für Kinder und Jugend, eine Anzahl von Solostücken (für Klavier, Akkordeon, Gitarre, Violine, Violoncello, Trompete, Posaune usw.), fünf Streichquartette, eine Reihe von Kammerkompositionen, Kompositionen für Orgel, Klavier, Akkordeon, Violine und Orchester, drei Symphonien, eine Anzahl von Zyklen für Chor, Liederzyklen, Oratorien und Kantaten und zwei Musikdramen: das Balett "Hořící kámen" (Der brennende Stein) und die Oper nach dem Theaterstück von František Hrubín "Kráska a zvíře" (Die Schöne und das Tier).
Außer seiner Tätigkeit als Pädagoge (er ist Professor am Brünner Konservatorium) und als Komponist (er ist Autor von mehr als 180 Kompositionen) widmet sich Petr Fiala seit 40 Jahren intensiv dem Chorleiten und Dirigieren. Als Komponist und Dirigent ist er Laureat vieler tschechischer und internationaler Wettbewerbe, er wirkt als Lektor der Dirigentenkurse und als Mitglied internationaler Jurys. Er wird als Gastdirigent zur Mitarbeit mit tschechischen und internationalen Orchestern und Chören bei der Aufführung vokal-instrumentaler Werke eingeladen. Auf dem Gebiet der Interpretation und Komposition gehört Petr Fiala zu den namhaftesten Persönlichkeiten. Er hat einen exzellenten Sinn für den Ausbau großer Flächen mit inneren Kontrasten. Im Jahre 1990 gründete er den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, der sich unter seiner Leitung unter die besten europäischen Chöre hinaufgearbeitet hat. Im Jahre 2009 erhielt er von der Tschechischen Bischofskonferenz den Orden Kyrills und Methods für seine ausgezeichneten Verdienste auf den Gebieten des Dirigierens und des Komponierens, eng verbunden mit der modernen geistlichen Musik und den Kantaten zur Huldigung der tschechischen Patronen.