BLAU ODER MÜLLERIN

Lena Neudauer
Lena Neudauer (Foto: Marco Borggreve)

Meisterkonzerte 2018/2019

Lena Neudauer Violine
Wen Xiao Zheng Viola
Danjulo Ishizaka Violoncello
Rick Stotijn Kontrabass
Silke Avenhaus Klavier

Programm:
Robert Schumann Klavierquartett
Ferran Cruixent & Osmo Tapio Räihälä & Gerald Resch & Johannes Schachtner & Dejan Lazic Ein Forellenteich
Franz Schubert Klavierquintett A-Dur, D 667 Forellenquintett



Beim Meisterkonzert am 4. Oktober widmet sich die in Heidenheim gut bekannte Star-Violinistin Lena Neudauer mit ihren Musikerkollegen Wen Xiao Zheng (Viola), Danjulo Ishizaka (Violoncello), Rick Stotijn (Kontrabass) und Silke Avenhaus (Klavier) unter anderem der Musik berühmter Vertreter der Romantik. Zwischen Robert Schumanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 und Franz Schuberts meisterhaften „Forellenquintett“ steht das Stück „Ein Forellenteich“, in dem sich fünf zeitgenössische Komponisten mit Schuberts Werk auseinandersetzen und eine ganz eigene Interpretation des berühmten Klavierquintetts formulieren.
Bei den fünf Variationen von Ferran Cruixent, Osmo Tapio Räihälä, Gerald Resch, Johannes Schachtner und Dejan Lazic steht jeweils ein Instrument im Vordergrund. Und so wandert ähnlich wie in Schuberts Variationssatz auch im „Forellenteich“ das Thema von Instrument zu Instrument, hier von der Violine zur Viola über das Cello und den Kontrabass bis zum Klavier.



Lena Neudauer – Violine
Auf der Bühne fasziniert ihre Natürlichkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre Geige spielt, als ob diese ein Teil ihres Körpers wäre. Lena Neudauer, 1984 in München geboren, passt in keine Schublade. Obwohl sie schon früh eine außergewöhnliche Begabung zeigte, sah sie sich nie als Wunderkind. Im Alter von drei Jahren begann sie mit dem Geigenspiel. Mit 11 Jahren kam sie in die Klasse von Helmut Zehetmair an das Mozarteum Salzburg. Internationale Aufmerksamkeit errang Lena Neudauer, als sie 15-jährig spektakulär den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg nicht nur gewann, sondern auch nahezu alle Sonderpreise erhielt. Ihre Offenheit für die unterschiedlichsten musikalischen Richtungen hat Lena Neudauer immer weiter entwickelt: sei es bei Boulez und seiner „Lucerne Festival Academy“, bei der Beschäftigung mit historisch-informierter Spieltechnik oder bei intensiven Studien der Musik Mozarts, zu der sie eine besondere Affinität hat. 2010 wurde sie (26-jährig) als Professorin für Violine an die Hochschule für Musik Saar berufen. Seit dem Herbst 2016 hat sie wie ihre langjährige Weggefährtin Julia Fischer eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater München.
 
Wen Xiao Zheng – Bratsche
Wen Xiao Zheng begann bereits im Alter von vier Jahren Geige zu spielen. Der in China geborene Musiker wurde schnell in das Frühbegabtenprogramm des Shanghai Konservatoriums aufgenommen. Als Jugendlicher wechselte er zur Bratsche. Nach erfolgreichem Abschluss in China setzte Wen Xiao Zheng sein Studium in Europa bis 2009 fort. Er studierte bei Gérard Caussé in Madrid, bei Diemut Poppen an der Hochschule für Musik Detmold und bei Hariolf Schlichtig an der Musikhochschule München. Wen Xiao Zheng ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe. 2008 errang er den zweiten Preis (ein erster Preis wurde nicht vergeben) und den Publikumspreis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Orchestererfahrung konnte er bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bayerischen Staatsorchester sammeln. Nach vierjähriger Tätigkeit als Solobratscher bei den Bamberger Symphonikern wechselte Wen Xiao Zheng 2014 in gleicher Position zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u. a. Ana Chumachenco, Daniel Hope, Natalia Gutman, Yuri Bashmet, Elisso Wirssaladze, Eduard Brunner, Emanuel Ceysson, das Rodin Quartett, das Schumann Quartett, Eric Schumann, Nicolas Altstaedt und Maximilian Hornung.
 
Danjulo Ishizaka – Violoncello
Seit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs und des Grand Prix Emanuel Feuermanns zählt Danjulo Ishizaka weltweit zu den herausragenden Cellisten seiner Generation. Seine unverkennbare Klangfarbe und wahrhaftige musikalische Tonsprache zeugen von höchster Individualität und persönlichem Ausdrucksvermögen. Bereits in jungen Jahren hat Danjulo durch den Gewinn zahlreicher internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht. Danjulo konzertiert regelmäßig in Europa, den USA, China, Russland und Japan und tritt mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Tabea Zimmermann, Julia Fischer, Veronika Eberle, Ray Chen, Martin Helmchen, Nils Mönkemeyer und Viviane Hagner auf. Danjulo arbeitet mit renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem NHK und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, der Opéra National de Paris, der Academy of St. Martin in the Fields und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, John Axelrod, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Michail und Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington, Michael Sanderling, Mstislaw Rostropovich und Leonard Slatkin zusammen.
 
Rick Stotijn – Kontrabass
Als Kontrabassist beim Swedish Radio Symphony Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zählt Rick Stotijn heute international zu den führenden Kontrabassisten. Er erhielt seinen ersten Unterricht auf dem Instrument mit acht Jahren und studierte später am Konservatorium in Amsterdam, wo er sein Studium mit der höchsten Auszeichnung abschloss. Anschließend studierte er bei Bozo Paradzik an der Hochschule in Freiburg. Rick Stotijn gewann mehrere Preise, unter anderem den Princess Christina Competition, den Preis der Young Musical Talent Foundation und 2013 den Niederländischen Musikpreis. Es folgten zahlreiche Solokonzerte und solistische Auftritte mit Orchestern wie dem Swedish Radio Symphony Orchestra, der Amsterdam Sinfonietta, dem Rotterdam Chamber Orchestra und dem Gelders Orkest. Darüber hinaus musizierte er als Kammermusiker und Liedbegleiter seither mit Künstlern wie Jürgen Kussmaul, Janine Jansen, Gidon Kremer, Liza Ferschtman, Robert Holl und mit seiner Schwester, der Mezzosopranistin Christianne Stotijn. Regelmäßig gastiert Rick Stotijn bei Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Kammermusikfestival in Delft und dem Kammermusikfestival in Utrecht.
 
Silke Avenhaus – Klavier
Die Pianistin Silke Avenhaus überzeugt seit Jahren Publikum und Kritiker mit ihrem Künstlertum, zupackenden Interpretationen und Entdeckungsfreude. Auf den Konzertpodien renommierter Konzertserien und Festivals in Europa, USA und Südostasien schätzt man die Interpretin Silke Avenhaus. Regelmäßig ist sie in der Wigmore Hall, Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Konzerthaus zu Gast, sie trat im Salle Gaveau in Paris, der Philharmonie in Köln, München und Berlin sowie der Carnegie Recital Hall New York auf. Sie musizierte beim Marlboro Music Festival, beim Spannungen Festival, bei den Berliner Festwochen und beim Rheingau Musik Festival, auch bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Klavier-Festival Ruhr war sie zu hören. Ihre pianistische Ausbildung erhielt Silke Avenhaus bei Bianca Bodalia und Klaus Schilde (Hochschule für Musik München), György Sebök (Indiana University, Bloomington) wie auch bei Sandor Végh und Andras Schiff. Silke Avenhaus lehrt als Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik München und ist regelmäßig Dozentin bei der Villa Musica. Die Vermittlung klassischer Musik an ein neues Publikum ist für die Musikerin ein besonderes Anliegen, sei es mit Hörbüchern für Kinder, Gesprächskonzerten, Workshops oder durch die Beteiligung an dem von Lars Vogt initiierten Projekt "Rhapsody in School".


04. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Waldorfschule Heidenheim

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04. Oktober 2018, 20.00 Uhr