I LOMBARDI (I lombardi alla prima crociata)


Un Giorno di Regno
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Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Libretto von Temistocle Solera nach dem gleichnamigen Versepos des Mailänder Dichters Tommaso Grossi

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Bosch • Heyder • Werthmann • Litzinger • Fuhry
Cappella Aquileia • Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn

Die Verdi-Reihe der OH!
 
Nach dem grandiosen Erfolg von Giuseppe Verdis dritter Oper Nabucco, die endgültig den Ruf des Komponisten als führenden Opern-Newcomer seiner Zeit besiegelte, waren die Erwartungen an sein nächstes Werk enorm. Und Verdi hielt, was er versprach: Seine vierte Oper I Lombardi alla prima crociata, mit der die Opernfestspiele Heidenheim ihre Verdi-Reihe im Festspielhaus fortsetzen, wurde bei ihrer Uraufführung 1843 an der Mailänder Scala frenetisch gefeiert.
I Lombardi führt direkt hinein in die Zeit der mittelalterlichen Kreuzzüge im Nahen Osten. Vor dem historischen Hintergrund bewegen sich Verdi und sein Librettist Temistocle Solera in zwei spannungsgeladenen Handlungssträngen: die mörderische Rivalität zwischen den Brüdern Pagano und Arvino um die Hand der Mailänder Bürgertochter Viclinda auf der einen und die Liebesgeschichte zwischen Giselda, Tochter des lombardischen Heerführers, und Oronte, Sohn des muslimischen Herrschers Acciano, auf der anderen Seite. Verdi wandte alle Mittel auf, um an den Erfolg des Nabucco anzuknüpfen: Der Gefangenenchor im 4. Akt, mit dem die dürstenden Kreuzfahrer im Heiligen Land ihre Sehnsucht nach der Schönheit ihrer lombardischen Heimat besingen, heißt hier „O Signore, dal tetto natio“. Darauf folgt direkt der martialische Schlachtgesang „Guerra! Guerra!“ zur Erstürmung Jerusalems. Im Stil eines Paganini-Capriccios bettet ein großes Violinsolo die Taufe Orontes ein. Der 4. Akt eröffnet mit einer visionären Traumsequenz Giseldas. Wie in Nabucco kommt auch in I Lombardi dem Chor eine Hauptpartie zu, deren Gestaltung kaum facettenreicher und farbenprächtiger ausfallen könnte. Die Rollen des Chores reichen von Gruppen von Muslimen und Christen über Mailänder Bürgerinnen, Haremsdamen, Soldaten und Pilger bis hin zu einem Trupp von Mördern sowie himmlischen Jungfrauen. 
Bei den Opernfestspielen Heidenheim ist Tobias Heyder, dem Publikum bereits durch Oberto von 2016 bekannt, Regisseur von I Lombardi. Marcus Bosch, die Cappella Aquileia und der Tschechische Philharmonische Chor Brünn stehen als weitere Garanten für eine hochkarätige Ausgabe des frühen Verdi, inszeniert in der intensiven Black-Box-Ästhetik des Festspielhauses.