Cappella Aquileia probt ohne COVID-Einschränkungen (Pressemitteilung vom 25. Juli 2020)

Ohne Einschränkungen: CD-Aufnahme der Cappella Aquileia am 24.07.2020. (c) Stephan Knies

Cappella Aquileia spielt als erstes deutsches Orchester ohne COVID-19-EinschränkungenPremiere in Deutschland: Nachdem die Wiener Philharmoniker im Juni alle Musiker*innen mehrfach auf COVID-19 getestet und in herkömmlicher Sitzordnung konzertiert haben, ist nun das Orchester der Opernfestspiele Heidenheim, die Cappella Aquileia, zu einem weitgehend uneingeschränkten Spiel- und Aufnahmebetrieb zurückgekehrt. Als deutschlandweit erstes und weltweit wohl erst zweites Orchester probt und spielt der Klangkörper Ende Juli nach Covid-19-Tests in voller Besetzung und spielt am Sonntag 26.07. vor einem nach den gültigen Abstandsregeln platzierten Publikum.Zu verdanken ist das der Initiative des Künstlerischen Leiters Marcus Bosch, der eine Kooperation mit der Biotech-Firma CENTOGENE vermittelte. Sämtliche Musiker*innen und Projektbeteiligte wurden bereits vor Beginn und nochmals während der Proben und der CD-Aufnahme (Beethoven „Musiken für das Theater Vol. 3“ für das Label cpo) getestet, alle mit negativem Ergebnis. Das mit dieser Maßnahme erheblich gesunkene Risiko ermöglichte in Absprache mit den Behörden ein Aufnahme- und Konzertprojekt mit stark reduzierten Einschränkungen in Sachen  Distanz und Plexiglas-Abtrennungen. Das Konzert am Sonntag, den 26. Juli, um 13 Uhr können - unter allen geltenden Sicherheitsbestimmungen und mit detailliertem Hygienekonzept für Mitwirkende wie Publikum - 167 Zuschauer live und vor Ort im Festspielhaus Congress Centrum Heidenheim erleben. SWR 4 überträgt das Konzert zusätzlich live unter dem Motto „Klangwolke“.                  Dies ist ganz im Sinne von Dr. Arndt Rolfs, dem CEO von CENTOGENE, denn für ihn sind „Kunst und Kultur ein wichtiger Stützpfeiler unserer Gesellschaft. In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Wiederbeleben kultureller Ereignisse ein unabdingbares Muss, um auch hier zurück zu einer neuen Normalität zu gelangen. Das Vorliegen eines negativen Ergebnisses einer Testung auf SARS-CoV-2-Infektion trägt viel dazu bei, dass die Musiker und Künstler in einer befreiteren Atmosphäre proben und auftreten können. Dr. Arndt Rolfs: "Wir als Unternehmen bieten diese Art der Unterstützung gern an, um einen wesentlichen Beitrag für einen Neubeginn des kulturellen Lebens liefern zu können.“ Marcus Bosch konnte den Kontakt zur Firma herstellen, denn als designierter Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie ist er ebenso wie CENTOGENE auch in Rostock zuhause. „Es ist großartig, dass durch diese kostenlosen COVID-19-Tests die Konzerte und Aufnahmen in Heidenheim erst möglich werden. Nur so lässt sich eine entsprechende Besetzung realisieren.“      Die Deutsche GMD-Konferenz, deren Vorsitzender Bosch ist, zeigt sich hier einmal mehr als aktives Organ zur Unterstützung der Kulturorchester. Bereits mehrfach hatte die Initiative  in Aufrufen die Politik aufgefordert, sich stärker für die Kulturbranche einzusetzen. „Wir brauchen noch mehr so kulturhungrige Unternehmer wie Arndt Rolfs, die wieder einen ‚normalen‘ Kulturbetrieb möglich machen,“ so Bosch. Aber auch weitere Orchester werden von dem Angebot profitieren können, zeigt sich der Dirigent zuversichtlich: „Ich freue mich, dass ich durch den Kontakt zu Dr. Arndt Rolfs meinen Teil dazu beitragen konnte und wir mit der GMD Konferenz und CENTOGENE ein Pilotprojekt für rund 20 Orchester auflegen können mit wöchentlichen Testungen bis Weihnachten.“ Ob die Orchester die Abstände im Anschluss an die Tests verringern dürfen, entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort.  Der Livestream der „Klangwolke“ am Sonntag 26.07. um 13:05 Uhr ist hier abzurufen: 
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/klangwolke-opernfestspiele-heidenheim-100.html?fbclid=IwAR0kW4RCt5ltUK78EGBALQOI3yRIGczjBOCFWDiZNbjaUo0A39oZELdNXts