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© Alexander Bogdan Thompson

Regie – GIANNI SCHICCHI | ELEKTRA

Die Regisseurin Vera Nemirova wurde in Bulgarien geboren und lebt seit 1982 in Deutschland. Sie ist Absolventin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, assistierte bei Ruth Berghaus und war Meisterschülerin von Peter Konwitschny. Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählt Wagners Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt 2010 bis 2013, wo sie 2007 auch Tannhäuser inszenierte.

An der Deutschen Oper Berlin entstanden Inszenierungen von Giacomo Meyerbeers Vasco da Gama und Giacomo Puccinis La fanciulla del West, an der Wiener Staatsoper Tschaikowskis Pique Dame und Verdis Macbeth sowie am Theater Basel Inszenierungen von Peter Ruzickas Hölderlin, Un ballo in maschera und Lohengrin. Weitere Arbeiten waren u. a. Euryanthe und Otello an der Semperoper Dresden, die Uraufführung von Hèctor Parras Das geopferte Leben und Die Sache Makropolus am Theater Freiburg, Lulu bei den Salzburger Festspielen, Le nozze di Figaro an der Lettischen Nationaloper Riga, Otello beim George Enescu Festival Bukarest, L'elisir d'amore und Ariadne auf Naxos an der Nationaloper Sofia sowie Fidelio am Nationaltheater Prag. Am Deutschen Nationaltheater Weimar inszenierte sie den Rosenkavalier und Die Meistersinger von Nürnberg. An der Korea National Opera übernahm sie die Regie für Gioacchino Rossinis Guillaume Tell. Bei den Osterfestspielen Salzburg erarbeitete sie Die Walküre. Am Theater Magdeburg inszenierte sie zuletzt den Fliegenden Holländer von Richard Wagner und an der Oper Bonn unter anderem Wagners Tristan und Isolde.

Vera Nemirova ist Gastprofessorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und Gastdozentin der Wiener Universität und der Universität der Künste Berlin. In der Saison 2019/20 zeichnete sie an der Semperoper Dresden für die Inszenierung von Don Carlo verantwortlich. Zu ihren kürzlich vergangenen Arbeiten zählen 2024/25 Don Giovanni von Mozart am Staatstheater Nürnberg, wo sie auch Bizets Carmen inszeniert hat, Wagners Tannhäuser am Badischen Staatstheater Karlsruhe sowie die slowakische Nationaloper Krútñava von Eugen Suchon an der Oper im slowakischen Košice.

Nemirova war Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute der Kulturstiftung der Deutschen Bank, ist Trägerin des Kunstpreises Berlin der Akademie der Künste und Finalistin des Ring-Award für Regie in Graz. In Bulgarien wurden ihre Inszenierungen mehrfach mit dem wichtigsten Musiktheaterpreis des Landes, der Crystal Lira, ausgezeichnet.