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© Valeria Mitelman

Sprecherin – Winteroper "Die Zauberharfe"

Andrea Sawatzki, geboren im bayerischen Kochel am See, zählt zu den meistbeschäftigten und wandlungsfähigsten Schauspielerinnen Deutschlands. Mit 15 Jahren wurde sie Mitglied im Schul­theater und entdeckte ihre Leidenschaft für die Schauspielkunst. Nach ihrem Schauspielstudium sammelte sie erste Bühnenerfahrung an den Münchner Kammerspielen. Weitere Theaterengagements führten Andrea Sawatzki an das Schauspielhaus Stuttgart und die Landes­bühne Wilhelmshaven.

Ihr Talent und ihre Vielseitigkeit stellt sie auch in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen unter Beweis. 1997 wurde Andrea Sawatzki durch den Kinofilm "Die Apothekerin“ von Rainer Kaufmann einem größeren Publikum bekannt. Sie überzeugte Zuschauer und Kritiker in Psychothrillern und Dramen wie Oliver Hirschbiegels "Das Experiment“ (2001) oder Chris Kraus "Scherbentanz“ (2002). Von 2002 bis 2010 löste sie als „Tatort“-Kommissarin Charlotte Sänger, an der Seite von Jörg Schüttauf als Kommissar Fritz Dellwo, 18 Fälle in und um Frankfurt am Main. Für ausgewählte „Tatort“-Folgen erhielten Sawatzki und Schüttauf unter anderem den Adolf-Grimme-Preis und den Hessischen Fernsehpreis. Den Deutschen Comedypreis für die Beste Schauspielerin nahm Andrea Sawatzki für ihre Rolle in der Fernsehserie „Arme Millionäre“ entgegen. Beim World Film Festival in Montreal wurde sie für ihre Rolle im Fernsehfilm „Der andere Junge“ (2007) erneut als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Den Bayerischen Fernsehpreis für die Beste Schauspielerin gewann sie für ihre Darstellung der Hausfrau Isabella Jung in Thomas Bergers Komödie „Bella Vita“ (2010), die sie in der ZDF-Reihe „Bella“ von 2010 bis 2014 verkörperte. Unter Doris Dörries Regie spielte Andrea Sawatzki 2010 die verrückte Kunstlehrerin Desirée Dische in der sechsteiligen Serie „Klimawechsel“. Als Hulda Stechbarth war sie in „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ (2018, Regie: Tim Trageser) und „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ (2019, Regie: Granz Henman) im Kino zusehen und wirkte u.a. in den Filmen „Casting“ (2017, Regie: Nicolas Wackerbarth), „Scheidung für Anfänger" (2018, Regie: Thorsten M. Schmidt) und Martin Buskers mehrfach ausgezeichnetem Kinodebüt „Zoros Solo“ (2019) mit. Demnächst ist sie in der Kinokomödie „Freibad“ von Doris Dörrie zu sehen.

Andrea Sawatzkis Debütroman „Ein allzu braves Mädchen“ erschien im Frühjahr 2013 und im Herbst die Weihnachtskomödie "Tief durchatmen, die Familie kommt". Die Fortsetzung "Von Erholung war nie die Rede" folgte ein Jahr später, 2015 der Psychothriller "Der Blick fremder Augen“. Die Geschichte ihrer liebenswerten Romanheldin Gundula Bundschuh samt Familie erzählte sie 2016 in "Ihr seid natürlich eingeladen“ weiter und 2019 in "Andere machen das beruflich“. Im Frühjahr 2021 erschien der fünfte Bundschuh-Band „Woanders ist es auch nicht ruhiger“. Alle Bücher rund um die chaotischen Bundschuhs wurden mit Andrea Sawatzki in der Hauptrolle unter der Regie von Vivian Naefe und Thomas Nennstiel für das ZDF verfilmt. Mit ihren Büchern war Andrea Sawatzki lange in der Spiegel-Bestsellerliste vertreten. Ebenfalls ein Bestseller ist ihr autofiktionaler Roman „Brunnenstrasse“, der im Februar 2022 erschien.

Seit 2004 prägt Andrea Sawatzki mit ihrer Stimme zahlreiche Hörbücher mit Werken von Donna Leon, Jasper Fforde, Cassandra Clare, Alan Bradley. Für ihre Interpretation von Daniel Glattauers Roman "Gut gegen Nordwind“ erhielt sie gemeinsam mit Christian Berkel die Goldene Schallplatte. Im Jahr 2009 wurde sie mit dem Deutschen Vorlesepreis ausgezeichnet und 2012 für ihre Synchronisation in "Der gestiefelte Kater" mit dem Deutschen Trickfilmpreis.

Zusammen mit ihrem Mann Christian Berkel hat sie die Schirmherrschaft für die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ übernommen.