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(c) Bettina Keller

Venus - Tannhäuser

Die aus Rostock stammende Anne Schuldt ist eine bemerkenswerte Mezzosopranistin im großen Deutschen Fach.

Gesegnet mit einer farbenreichen, eleganten Stimme und einem außergewöhnlichen Legato interpretiert sie besonders ausdrucksstark Wagners große Frauenpartien wie Brangäne, Fricka und Venus. In ihren jüngsten Engagements gestaltete sie die Fricka in „Die Walküre“ und die Mutter in „Hänsel und Gretel“, beides am Theater Chemnitz.

2021 wird sie u.a. ihr Rollendebüt als Venus im „Tannhäuser“ bei den Heidenheimer Festspielen unter der Leitung von Marcus Bosch geben.

Gegenwärtig erarbeitet sie die Partie der Kundry in Wagners „Parsifal“.

Anne Schuldt erhielt ihre Stimmausbildung an der Weimarer Hochschule für Musik „Franz Liszt“. Zu entscheidenden Weiterentwicklungen trugen Meisterkurse bei Ks. Christa Ludwig, Francoise Pollet und Ks. Brigitte Fassbaender bei. Die Arbeit mit Brigitte Fassbaender brachte Anne Schuldt an das Tiroler Landestheater Innsbruck. Dort war sie von 2007 bis 2012 Mitglied des Ensembles und sang zahlreiche Partien ihres Fachs, darunter ihre erste Fricka in Wagners „Rheingold“.

2012 wechselte Anne Schuldt zum Ensemble des Staatstheaters Braunschweig, wo sie in vielen Hauptrollen ihres Fachs zu erleben war, beispielsweise als Brangäne in Wagners „Tristan und Isolde“ oder in ihrer ersten Hauptrolle im Italienischen Fach, der Santuzza in Mascagnis „Cavalleria Rusticana“. Besonders zu erwähnen ist auch die selten interpretierte Rolle der Fidès in Meyerbeers „Le Prophète“.

Anne Schuldt gastiert an vielen großen deutschen Theatern wie der Staatsoper Unter den Linden Berlin, dem Nationaltheater Mannheim und den Staatstheatern Wiesbaden, Karlsruhe und Kassel. Dabei arbeitete sie mit namhaften Dirigenten wie Stefan Soltesz, Cornelius Meister, Guillermo Garcia Calvo, Srba Dinic und Johannes Debus.

Anne Schuldts künstlerische Präsenz kommt besonders intensiv in ihrer intimen Ausgestaltung von Konzert- und Liedgesang zum Ausdruck. Ihr Konzertrepertoire umfasst bedeutende Werke wie Mahlers „Lied von der Erde“, Brahms’ „Alt Rhapsodie“, Regers „Requiem“ und Mendelssohns „Lobgesang“. Publikum und Presse feierten sie ebenso in Verdis „Messa da Requiem“ und in Rossinis „Stabat Mater“.

Mahlers „Rückert-Lieder“, Wagners „Wesendonck-Lieder“ und Brahms „Vier ernste Gesänge“ zählen zu ihren favorisierten Liedzyklen.

In der aktuellen Saison wird Anne Schuldt die selten aufgeführten „Lieder des Abschieds“ von Erich Wolfgang Korngold im Scharoun-Theater in Wolfsburg interpretieren.