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(c) Timo Hecht

Venus - Tannhäuser

Nach ersten Engagements an den Wuppertaler Bühnen und am Staatstheater Braunschweig wurde die Mezzosopranistin Heike Wessels 2008/09 Ensemblemitglied des Mannheimer Nationaltheaters. Neben Partien wie Maddalena (Rigoletto), Ulrica (Un Ballo in maschera), Eboli (Don Carlo), Amneris (Aida), Dalila (Samson et Dalila) oder Santuzza (Cavalleria Rusticana) ersang sie sich seither mit Magdalene (Die Meistersinger von Nürnberg), Brangäne (Tristan und Isolde), Fricka und Waltraute (Der Ring des Nibelungen), Venus (Tannhäuser), Ortrud (Lohengrin) und Kundry (Parsifal) kontinuierlich sämtliche Wagner-Rollen ihres Fachs. 

Gastverpflichtungen führten Heike Wessels überdies ans u. a. ans Opernhaus Graz, die Volksoper Wien, das Theater Dortmund, das Staatstheater Mainz, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, die Oper Frankfurt sowie ans Festspielhaus Baden-Baden, zum Glyndebourne-Festival und an die Pariser Opera Bastille. Als Konzertsolistin trat sie u. a. bereits beim Gstaad Menuhin Festival, beim Rheingau-Musikfestival, in der Estonian Concert Hall Tallinn, dem Auditorio Principe Felipe Oviedo, der Berliner Philharmonie, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom und – als Gast des London Philharmonic Orchestra – der Royal Festival Hall London auf. Dabei arbeitete mit Dirigenten wie Friedemann Layer, Bertrand de Billy, Philippe Jordan, Marek Janowski, Axel Kober, Dan Ettinger, Alexander Soddy, Gabriel Bebeselea, Sascha Goetzel  und Vladimir Jurowski, zusammen.

Im von Achim Freyer inszenierten Mannheimer Ring-Zyklus 2012/2013 debütierte Heike Wessels vielbeachtet als Sieglinde und erweitert seitdem ihr Repertoire auch durch ausgewählte Rollen des dramatischen Sopranfachs. Große Erfolge ersang sie sich aber auch mit darstellerisch herausfordernden Mezzosopran-Rollen des 20. Jahrhunderts wie der Agaue in Hans Werner Henzes Die Bassariden (2016) oder der Leokadja Begbick in Brecht/Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (2017).

Seit 2018 ist die vielseitige Sängerin freischaffend tätig und war u. a. als Brünnhilde (Die Walküre) an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg sowie beim Musical Autumn Cluj Napoca (Rumänien) zu Gast. Konzertauftritte führten sie in die Kölner Philharmonie und zum National Taiwan Symphony Orchestra (Taipei) unter Shao Chia Lü. 2019 kehrte als Herodias (Salome) ans Mannheimer Nationaltheater zurück und gastierte als Solistin in Mahlers Dritter Sinfonie bei der Musikalischen Akademie Mannheim sowie als Marguerite in Berlioz' La damnation de Faust beim Transylvania State Philharmonic Orchestra Cluj Napoca. Unter Leitung von John Fiore gab sie überdies als Kundry (Parsifal) ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin. 2020 war sie als Gast des Macedonian Philharmonic Orchestra erstmals in Mahlers Lied von der Erde zu erleben.