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© Ludwig Olah

Elisabeth - Tannhäuser

Leah Gordon, Lirico Spinto Sopran, absolvierte 2005 an der „Guildhall School of Music and Drama“ in London ihren „Master of Music mit Auszeichnung“ . Die junge Kanadierin begann ihre Karriere im Alter von 24 Jahren als festes Mitglied am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, an welchem sie mit dem Repertoire des leichten Koloratursoprans begann. 2008 wechselte sie ans Staatstheater Nürnberg, wo sie für die kommenden 10 Jahre als Erste Solistin angestellt war und für lyrische Rollen engagiert wurde.

Ein bedeutendes Jahr für Leah Gordon wurde 2016, als sie beim internationalen „Elizabeth-Connell-Wettbewerb“ den zweiten Preis für aufstrebende dramatische Sopranistinnen erringen konnte. Zu dieser Zeit begann sie gerade, sich stimmlich in das lyrisch-dramatische Fach zu bewegen und international Preise bei Wettbewerben wie "Magda Olivero", "Beppe de Tomasi", "Vox Artis", "Jole de Maria”, ”Marcello Giordani” und weiteren zu gewinnen, u.a. auch den begehrten „Fulham Opera Verdi Preis“ und den „Nuovo Canto Wagner Preis“. Eine besondere Ehrung war auch der erste Preis beim „Concorso Internazionale Elsa Respighi Liriche da camera ottonovecento Italiano”, der sich im Besonderen um die Verbreitung des italienischen Kunstlieds bemüht. Als erfahrene Liedinterpretin hat Leah Gordon Konzerte in vielen internationalen Konzertbühnen gegeben, darunter so berühmte wie dem Teatro Filarmonico in Verona.

Sie ist auf zahlreichen deutschen Bühnen aufgetreten und war wiederkehrender Gast auf dem Opernfestival in Glyndebourne und an der Bayerischen Staatsoper in München. Leah hat über 50 Opernrollen verkörpert, darunter vor allem Amelia (Un ballo in maschera), Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), Liù (Turandot), Donna Anna (Don Giovanni), Rachel (La Juive) und Elettra (Idomeneo). Ihr Debüt als Elvira (Ernani) wurde 2019 live auf Deutschland Radio Kultur übertragen und als professionelle Aufnahme produziert. Sowohl die Aufführung als auch die Aufnahme wurden in der Kritik begeistert gefeiert und für diverse Preise nominiert, u.a. für Leah Gordon als die „musikalische Entdeckung des Jahres“.

In der letzten Saison debutierte sie sowohl am Saarländischen Staatstheater unter der Leitung von Sébastien Rouland als auch an der Opéra Royal de Wallonie in Liége unter der Leitung von Maestro Paolo Arrivabeni mit der Partie der Elisabeth de Valois (Don Carlos), was ihr zusätzliche Aufmerksamkeit bei den Kritikern einbrachte. Im Jahr 2021 sind vier weitere Rollendebüts geplant: als Desdemona (Otello) am Staatstheater Cottbus, als Rosalinde (Die Fledermaus) und als Elisabeth (Tannhäuser) bei den Opernfestspielen Heidenheim, und als Titelrolle in Fidelio beim Lech Classic Music Festival.