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Biterolf - Tannhäuser

Stefan Stoll wurde 1963 in Salzburg geboren und wuchs in München auf. Dort begonnene Studien in Musikwissenschaft und Philosophie setzte er durch ein Kompositionsstudium an der Universität der Künste Berlin fort, das er 1992 mit dem Diplom abschloss. Gleichzeitig erhielt und erhält er Gesangsunterricht bei Professor Claudia Eder (Mainz), Professor Marianne Fischer-Kupfer (Berlin) sowie aktuell bei Eike W. Schulte (Wiesbaden).
Nach dem ersten Engagement am Staatstheater Cottbus (1996-2000), wo er in Rollen vom Papageno oder Figaro-Grafen über den Wolfram bis hin zum Sharpless uns Escamillo auf der Bühne stand, wurde er 1998 Mitglied im Ensemble der Komischen Oper Berlin, die ihn mit Aufgaben wie Dr. Bar-tolo, Balstrode („Peter Grimes“) und Don Pizarro betraute.
Seit 2004 erarbeitet sich Stefan Stoll wichtige Partien des Heldenbariton-Repertoires. Mehrfach sang er die Titelpartie in Wagners „Fliegendem Holländer“, gestaltete im Staatstheater Karlsruhe den Alberich in allen drei „Ring“-Opern (später dort auch den „Rheingold“-Wotan), debütierte unter Kent Nagano als Telramund in „Lohengrin“ und ist als Kurwenal in „Parsifal“ zu hören, so zuletzt 2007 in Beijing unter der Leitung von Klaus Weise.
Weitere Rollen seines weitgefächerten Repertoires sind der Fra Meltione, der Tomskij, der Leporello, der Kaspar, der Scarpia und die Titelpartie in Marschners „Vampyr“. Zuletzt sang Stefan Stoll die Partie des Gunther in „Götterdämmerung“ unter der Leitung von Zubin Mehta beim Maggio Musica-le Florenz und in Valencia.
Als Ensemblemitglied des Karlsruher Theaters wird er sich demnächst die Wotan-Partien in der „Walküre“ und in „Siegfried“ erarbeiten, daneben auch Hauptrollen in Verdis „Masnadieri“, Webers „Euryanthe“ und Saint-Saens’ „Samson et Dalila“. Sein Rollendebüt als „Falstaff“ fand im Dezember 2009 am Theater Aachen statt.