ŁUKASZ BOROWICZ

Łukasz Borowicz
Łukasz Borowicz (Foto: Justyna Mielniczuk)

Als einer der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation leitet Łukasz Borowicz regelmäßig die großen europäischen Orchester und ist künstlerisch gleichermaßen zuhause im deutschen Repertoire und bei den wichtigen russischen, polnischen, tschechischen und ungarischen Komponisten. Viele seiner inzwischen über 75 Aufnahmen sind ausgezeichnet worden: Er erhielt u.a. drei Diapason d‘Or-Preise und den ICMA Special Achievement Award (2015); der letzte Teil seines Panufnik-Zyklus wurde von der Zeitschrift Gramophone für die „Editor‘s Choice“ ausgewählt. Auch das Album Heart‘s delight - Songs of Richard Tauber (Deutsche Grammophon) mit Piotr Beczała stieß auf breites öffentliches Lob. Aktuelle Projekte sind Aufnahmen von Anton Bruckners geistlicher Musik mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie eine Veröffentlichung von Hugo Alfvens fünf Sinfonien mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin beim Label cpo. 2006 wurde er zum Chefdirigenten des Philharmonischen Orchesters Poznań ernannt, von 2007 bis 2015 war er Chefdirigent des Polnischen Rundfunk-Sinfonieorchesters in Warschau; Gastengagements führten ihn zu allen wichtigen polnischen Orchestern, dem London Philharmonic Orchestra mit Anne-Sophie Mutter als Solistin (Debut April 2018), dem Gürzenich-Orchester Köln und den Bamberger Symphonikern sowie mit Diana Damrau beim Orchestre National de Lille in der Philharmonie de Paris (alle 2017/18), und zahlreichen anderen, darunter auch zur Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Orchester des heutigen Abends. Sein Operndebüt gab Łukasz Borowicz an der Polnischen Nationaloper mit Don Giovanni; seither leitete er Neuproduktionen u.a. von Orfeo ed Euridice, A Midsummer‘s Night Dream, The Rite of Spring, Dido und Aeneas (in Lodz), Die Zauberflöte, Eugene Onegin, Rusalka (in Prag), Blaubarts Burg, König Roger (in Krakau und Bilbao). Zukünftige Projekte sind Les Huguenots an der Pariser Oper und Halka am Theater an der Wien. Geboren 1977 in Warschau, absolvierte Łukasz Borowicz die Frederic Chopin Music Academy, wo er bei Bogusław Madey studierte. Er promovierte in Dirigieren bei Antoni Wit. Er erhielt den „Polityka Passport Award“ (2008), den „Coryphée of Polish Music Award“ (2011), den „Norwid Award“ (2013) und den „Tansman Prize“ (2014).