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OH! Opernfestspiele Heidenheim

Foto: Marco Borggreve

Kategorie

Konzert

Ort

Festspielhaus Congress Centrum

Einfürhungsvortrag

19 Uhr und 19.30 Uhr

ANTON BRUCKNERS KLANGKATHEDRALEN
Die Reihe der Beethoven-Galakonzerte der OH! mit seinen Ouvertüren und den Musiken für das Theater ist abgeschlossen und ist demnächst vollständig auf CD erhältlich. Das Galakonzert 2021 widmet sich dem Komponisten, der sich am vielleicht deutlichsten auf Richard Wagner bezieht und seine Bewunderung für den „Meister“ immer betont hat: Anton Bruckner. Seine dritte Sinfonie hat er seinem Vorbild gewidmet, die Erfindung der „Wagner-Tuba“ in mehrere seiner Werke eingebaut.
Die Fünfte Sinfonie ist das vielleicht persönlichste Orchester-werk Bruckners, sie ist Ausdruck seines tiefen Glaubens. Eine Aufführung hat er nie gehört, denn ausgerechnet zur Urauf-führung in Graz war er krank und konnte nicht anreisen. Vielleicht war das sogar besser so: Der Dirigent Franz Schalk kürzte und änderte und erfand sogar ein Fernorchester mit Becken und Triangel! Marcus Bosch, seit seiner aufsehenerregenden Bruckner-Live-Gesamteinspielung mit dem Sinfonieorchester Aachen anerkannter Könner für dessen Sinfonien, wird natürlich die Urfassung dirigieren. Zusammen mit den Stuttgarter Philharmonikern wird er zeigen, dass ein komplexes kontrapunktisches Meisterwerk erhaben und gleichzeitig fesselnd und mitreißend klingen kann.

GLAUBE, ZWEIFEL, SELBSTBEWUSSTSEIN
Während vom Schöpfer des Tannhäuser keinerlei Selbstzweifel zu seinen vollendeten Kompositionen überliefert sind, ist das beim komponierenden Organisten aus Linz ganz anders: Fast alle seine Sinfonien hat er überarbeitet, nach kritischen Äußerungen der Dirigenten oder der Presse. Für die Fünfte Sinfonie ist sogar überliefert, dass Bruckner seine Tonsatz-Schüler das ganze Werk durchkämmen ließ, um nach Kontrapunkt-Fehlern zu suchen!


MOZARTS „REINER TON“
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine fünf Violinkonzerte im jugendlichen Alter von nur neunzehn Jahren. Da war er schon seit fünf Jahren Konzertmeister am Salzburger Hof, komponierte zuallererst für den eigenen Gebrauch und ist damit ziemlich sicher Solist der eigenen Uraufführungen gewesen. Von einer Aufführung in Mannheim berichtete er an seinen Vater: „Es ging wie Öl. Alles lobte den schönen reinen Ton“. Die erst 19-jährige Geigerin Noa Wildschut ist eines der herausragenden Talente ihrer Generation und gibt mit Mozarts für einen „schönen reinen Ton“ geschriebenes Violinkonzert ihr Debut in Heidenheim.

 

PROGRAMM:
W. A. Mozart
Violinkonzert A-Dur KV 219
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 5 B-Dur

 

Kreativteam
Dirigent Marcus Bosch
Besetzung
Violine Noa Wildschut
Ensembles
Festspielorchester Stuttgarter Philharmoniker