Zum Content
OH! Opernfestspiele Heidenheim

(c) hueper.de

Kategorie

Oper

Ort

Festspielhaus CCH

Giovanna d´Arco
Dramma lirico in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Temistocle Solera nach Schillers Die Jungfrau von Orléans
Verdis siebte Oper in der Reihe der "Verdi-Werkstatt Heidenheim" (Deutschlandfunk)

HIMMEL UND HÖLLE
Giovanna (Jeanne d´Arc, die heutige französische Nationalheilige) wird ungewollt zur Heldin: Sie ist davon überzeugt, den göttlichen Auftrag zu haben, Frankreich zu retten. Angenehm ist das nicht: Sie hört ständig Chöre von Engeln und solche von Dämonen, die sie jeweils auf ihre Seite zu ziehen versuchen. Sie trifft auf König Karl VII, der in ihren Augen eine „göttliche Flamme“ erkennen will, und tatsächlich rettet sie das hoffnungslose Orléans im Kampf vor den übermächtigen Engländern. Hat der Himmel also gewonnen? Ihr eigener Vater, Giacomo, vermutet jedenfalls, dass sie mit den Dämonen um Bunde ist und richtet damit mehr Unheil an, als er ahnen kann. Natürlich erkennt er das erst, als es zu spät ist. Und welche Rolle spielt die Liebe des Königs zur jungen Heldin, die von niederem Stand, nämlich eine Schäferstochter ist?

GROSSE CHOROPER...
Die Chöre in Giuseppe Verdis siebter Oper spielen eine überragende Rolle: englische Soldaten, französische Offiziere, französisches Volk, dazu unsichtbare Dämonen und ebenso unsichtbare Engel – das alles sind Aufgaben für den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn! Der Klangkörper wird also die nächste Produktion in der Heidenheimer Verdi-Reihe maßgeblich mit prägen.

...UND KAMMERSPIEL
Trotzdem gibt es aber nur drei Hauptrollen! Wie schon bei „I due Foscari“ und vielen Opern dieser Zeit gibt es den Heldensopran (Giovanna), den Heldentenor (König Karl VII.) und den Bariton-Bösewicht (Giacomo). Zwischen diesen wenigen Figuren finden alle Konflikte statt. Also doch ein Kammerspiel?!

FRIEDRICH SCHILLER
Der Librettist Temistocle Solera behauptete, sein Textbuch für Verdi habe gar nichts mit Schillers „romantischer Tragödie“ Die Jungfrau von Orléans zu tun – was glatt gelogen ist. Denn Schiller hat in seinem Werk etliche Details erfunden, die nun auch in der Oper wieder auftauchen. Erwischt!

Leitung
Musikalische Leitung Marcus Bosch
Regie Ulrich Proschka
Ausstattung Lena Scheerer
Besetzung
Solisten der OH!
Ensembles
Festspielchor Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Orchester der OH! Cappella Aquileia