FEIERLICH
… bedeutet das französische Wort "solennelle", das der italienische Komponist Gioacchino Rossini dem Titel seiner "kleinen Messe" angehängt hat. Und tatsächlich diente ihm die Missa solemnis – deren berühmteste Variante wohl von seinem Zeitgenossen Ludwig van Beethoven stammt – als Orientierung für das spartanisch besetzte Werk: Lediglich ein Solistenquartett, ein Chor, ein bis zwei Klaviere und ein Harmonium werden für die Aufführung benötigt. Für einen versierten Opernkomponisten wie Rossini, der ansonsten aus dem Vollen zu schöpfen pflegte, sicherlich eine mehr als ungewöhnliche Wahl.
ALTERSMILDE
34 Jahre liegen zwischen Rossinis letzter Oper Guillaume Tell und seiner Messvertonung, die im Alter von 71 Jahren entstand. Die Auftragskomposition folgt dabei der französischen Messtradition, verbrachte der große italienische Meister die letzten 15 Jahre seines bewegten Lebens doch in der Nähe von Paris, wo die Petite Messe solennelle auch zur Uraufführung gelangte. Der Urheber des Werks ist Rossini allerdings nicht allein: Für das Christe eleison bediente er sich, ohne darauf hinzuweisen, einer Komposition seines Freundes Louis Niedermeyer.
OPERNHAFT
Mit dem VOKALWERK der OH! ist eines der festspieleigenen Ensembles zu erleben. Außerdem ist die bestens aus den Konzerten bekannte vocapella beteiligt – ein Chor, den Marcus Bosch im Alter von 19 Jahren gegründet hat, und der oft im Rahmen der Festspiele und Meisterkonzerte auf der Bühne steht. Etabliert ist auch das Solistenensemble, wurden doch alle vier Sängerinnen und Sänger auch schon in den Opernproduktionen gefeiert.
PROGRAMM
Gioacchino Rossini
Petite Messe solennelle
Gefördert durch die Stefan Doraszelski Stiftung