Johannes Euler – Countertenor
Daniel Schreiber – Tenor
Henning Jensen – Tenor
Marlo Honselmann – Bassbariton
Florian Drexel – Bass
Berno Scharpf – Klavier, Bariton, Voice-Percussion
Die Singphoniker gehören zum kleinen Kreis der wenigen weltweit aktiven Vokalensembles – und das seit über 40 Jahren. Auf beeindruckende Weise verschmelzen Stimme und künstlerische Individualität jedes Einzelnen zu einem unverwechselbaren Klangkörper.
Souverän beherrschen die Singphoniker ein enormes Repertoire: Mit gregorianischen Chorälen beschwören sie die Mystik und Spiritualität des Mittelalters. Madrigale der Renaissance werden zu Miniaturbildern prallen Lebens im 16. Jahrhundert. Die innige Gefühlswelt der Romantik lässt sich in den Gesängen Franz Schuberts, Felix Mendelssohn Bartholdys und Robert Schumanns erleben. Frech-frivoles Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger wird in den Schlagern der Comedian Harmonists greifbar. Ganz ohne Mikro geben sie Jazz- und Popsongs nur mit Körper und Stimme unwiderstehlichen Swing und Groove. Ihre Interpretationen zeitgenössischer Vokalmusik betören durch faszinierende Klanglichkeit und unmittelbare Natürlichkeit. So gelingt es den Singphonikern, in ihren Konzerten verschiedene Musikrichtungen zu einer spannenden neuen Einheit zu verbinden – immer stilsicher gesungen und ohne jemals beliebig zu werden. Die Einbeziehung des Klaviers in allen Musikstilen und Epochen schärft zusätzlich das künstlerische Profil und die Unverwechselbarkeit des Ensembles.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen und die fruchtbare Partnerschaft mit vielen namhaften Künstlern – darunter z. B. Gert Westphal, Ute Lemper oder Angelika Kirchschlager – künden vom Ansehen der Singphoniker. Ebenso arbeiten sie regelmäßig mit internationalen Orchestern (z. B. Orquesta Nacional de España, Münchner Rundfunkorchester, NDR Radiophilharmonie Hannover, Gulbenkian Orchester Lissabon, Orchestre de la Suisse Romande oder Orchestre national Montpellier Languedoc-Roussillon) und Dirigenten (u. a. Sir Lawrence Foster, Paul Daniel, Ulf Schirmer, Howard Griffiths). In den vergangenen Jahren waren die Singphoniker regelmäßig bei bedeutenden Konzertreihen und Festivals in Deutschland, Europa, Asien und Amerika zu Gast. Annähernd 40 preisgekrönte CD-Einspielungen dokumentieren die besondere Qualität sowie die stilistische Vielfalt und künstlerische Flexibilität des Ensembles. Einer ganzen Reihe renommierter zeitgenössischer Komponisten verdankt das Ensemble viele spannende Beiträge zum Repertoire. Mit Enjott Schneiders Liederzyklen, zuletzt Chatroom nach Texten aus dem World Wide Web, feiern sie ebenso große Erfolge wie mit Wilfried Hillers 2005 in München uraufgeführter Kirchenoper Augustinus.
Den Singphonikern wird immer wieder attestiert, scheinbar mühelos die Kunst zu beherrschen, Leichtem Gewicht zu verleihen und Schweres mit Leichtigkeit zu präsentieren. Ihr einzigartiger Ensembleklang gilt als warm, fein ausbalanciert bis geschlossen kraftvoll. Vom tiefsten Dunkel bis zum strahlendsten Licht verschmelzen alle Facetten der männlichen Stimme zu einem homogenen Ganzen. Ihre Freude und Hingabe an die Musik übertragen sich unmittelbar auf das Publikum: Ein musikalischer Sog, der berührt und mitreißt.