Zum Content

© Oliver Vogel

Oper unter Sternen

Die Opernfestspiele Heidenheim (gegründet 1964) sind mit ihrem jährlichen Programm aus Oper, Konzert und vielen Extras ein großes sommerliches Klassikfestival. Der romantische Rittersaal auf Schloss Hellenstein, eine „der schönsten Open-Air-Bühnen Europas“ (Die Welt). Ein akustisch exzellentes Festspielhaus CCH. Oper und Sinfonie unplugged und in kammermusikalisch-intimem Rahmen. "Weltklasse" (Opernglas) in der Naturlandschaft der östlichen schwäbischen Alb. Die OH! sind ein Festival der faszinierenden Gegensätze.

Seit August 2009 ist der Dirigent Marcus Bosch künstlerischer Direktor der Opernfestspiele Heidenheim. Bosch führte das Festival der Stadt seiner Kindheit binnen kurzem zu nationalem und internationalem Ansehen. Die Gründung der Cappella Aquileia - Orchester der OH! im Jahr 2011, die Einladung international bedeutsamer Sänger*innen und Regisseur*innen, die Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Philharmonikern und dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, Livemitschnitte und Rundfunkübertragungen (SWR, DLF Kultur), Gastspiele in der Schweiz, Frankreich und Italien, viel beachtete CD-Veröffentlichungen (cpo, Coviello Classics), die Meisterkonzerte "Festspiele übers Jahr" - die OH! sind heute so vielgestaltig wie unverwechselbar profiliert. Das Festival verbindet den Reiz  des besonderen Events mit kompromissloser Lust an künstlerischer Qualität.

Und mit Lust an der Entdeckung. Die im Jahr 2006 gestartete Reihe mit den frühen Opern Giuseppe Verdis fasziniert Fachwelt und Publikum. Der frische und unverstellte Blick der handverlesen besetzten Cappella Aquileia auf die Orchestermusik des 19. Jahrhunderts eröffnet neue Zugänge zu großem Repertoire. Die Beethoven-Reihe "Musiken für´s Theater" des Orchesters der OH! feiert große Erfolge.

Heute sind die OH! auf breiter Basis getragen von der Festspielstadt Heidenheim, von schwäbisch-weltläufigen Unternehmen wie der Voith GmbH & Co.KGaA, der Paul Hartmann AG, der Carl Zeiss AG oder den Stadtwerken Heidenheim, dazu von einem breiten bürgerschaftlichen Engagement, das seinesgleichen sucht. Und von einer großen Tradition.

Bereits im Mittelalter wurde nachweislich Minnesang gepflegt auf der Staufer-Burg Schloss Hellenstein. Im Jahr 1964 legte der Dirigent Helmut Weigel mit einer ersten Schlossserenade den neuzeitlichen Grundstein für die Opernfestspiele Heidenheim. Nach Jahren mit Konzerten und Spielopern erlebten die Besucher 1977 erstmals eine große Operninszenierung mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“. Marco-Maria Canonica - künstlerischer Leiter der Festspiele ab dem Jahr 1985 - widmete das wachsende Festival ganz der Oper: ausschließlich Eigenproduktionen, Mehrjahres-Zyklen mit Opern von Verdi oder Mozart oder die Gründung der Jungen Oper Heidenheim mit einer jährlich produzierten Oper für Kinder und Familien - die Opernfestspiele Heidenheim erreichten hohe Beliebtheit und die überregionale Ausstrahlung eines "hidden Champion". Heute gilt Heidenheim als das "Glyndebourne Deutschlands" (...) und genießt hohes Ansehen im Kreis der internationalen Festspieldestinationen.

Rückblick

Bisherige Inszenierungen der Opernfestspiele Heidenheim

1964 Beginn der Schloss-Serenaden
1969 „Bastien und Bastienne“ (Mozart)
1971 „La serva padrona“ (Pergolesi)
1973 „Der Apotheker“ (Haydn)
1975 „Untreue lohnt sich nicht“ (Haydn)
1976 „La serva padrona“ (Pergolesi) und „Der Schauspieldirektor“ (Mozart)
1977 „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart)
1978 „Die Gärtnerin aus Liebe“ und „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart)
1979 „Don Pasquale“ (Donizetti)
1980 „Idomeneo“ (Mozart) und „Don Pasquale“ (Donizetti)
1981 „Der Barbier von Sevilla“ (Rossini) und „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart)
1982 „Don Giovanni“ (Mozart)
1983 „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Nicolai) und „Don Giovanni“ (Mozart)
1984 „Die heimliche Ehe“ (Cimarosa) und „Don Giovanni“ (Mozart)
1985 „Der Troubadour“ (Verdi)
1986 „Fidelio“ (Beethoven) und „Der Troubadour“ (Verdi)
1987 „Der Liebestrank“ (Donizetti) und „Der Troubadour“ (Verdi)
1988 „Rigoletto“ und „Der Troubadour“ (Verdi)
1989 „Carmen“ (Bizet) und „Fidelio“ (Beethoven)
1990 „Lucia di Lammermoor“ (Donizetti) und „Der Troubadour“ (Verdi)
1991 „Die verkaufte Braut“ (Smetana) und „Lucia di Lammermoor“ (Donizetti)
1992 „Der Freischütz“ (Weber)
1993 „Die Zauberflöte“ (Mozart)
1994 „Tosca“ (Puccini) und „Der Freischütz“ (Weber)
1995 „Der fliegende Holländer“ (Wagner)
1996 „Ein Maskenball“ (Verdi)
1997 „Nabucco“ (Verdi)
1998 „Otello“ (Verdi)
1999 „Nabucco“ (Verdi)
2000 „Aida“ (Verdi)
2001 „Don Carlos“ (Verdi)
2002 „Rigoletto" (Verdi)
2003 „Il Trovatore“ und „Rigoletto“ (Verdi)
2004 „La Traviata“, „Rigoletto“ und „Il Trovatore“ (Verdi)
2005 „Don Giovanni“ (Mozart)
2006 „Die Zauberflöte“ (Mozart)
2007 „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart)
2008 „Der Freischütz“ (Weber)
2009 „Der Vampyr“ (Marschner) und „Der Freischütz“ (Weber)
2010 „Tosca“ (Puccini)
2011 „Fidelio“ (Beethoven)
2012 „Carmen“ (Bizet)
2013 „Turandot“ (Puccini)
2014 „Der Bajazzo“ (Leoncavallo) / „Cavalleria Rusticana“ (Mascagni)
2015 „Macbeth“ (Verdi)
2016 „La Bohème“ (Puccini) und „Oberto Conte di San Bonifacio“ (Verdi)
2017 „Der fliegende Holländer“ (Wagner) und „Un Giorno di Regno“ (Verdi)
2018 „Nabucco“ (Verdi) und „I Lombardi alla prima crociata“ (Verdi)
2019 „Pique Dame“ (Tschaikowski) und „Ernani“ (Verdi)
2020 (abgesagt aufgrund der Corona-Pandemie) "Don Carlo" (Verdi) und "I due Foscari" (Verdi)
2021 „Tannhäuser“ (Richard Wagner) und „I due Foscari“ (Verdi)

 
Junge Oper Heidenheim

2006 „Die Zauberflöte für Kids“ und „Die Zauberflöte für Teens“
2007 „Entführt und doch gerettet?!“
2008 „Verteufelt gut geschossen!“
2009 „Vampire beissen nicht (immer)!“
2010 „Der Räuber Hotzenplotz“
2011 „SCHAF“
2012 „Zorro jagt den CARMEN-Schatz“
2013 „Drei Chinesen und ein Kontrabass“
2014 „Circus Bajazzo - Der Bär ist los!“
2015 „Prinzessin Anna oder Wie man einen Helden findet“
2016 „Rocke und die Zaubertrompete“
2017 „TORTUGA - Piratengeschichten und Seemannsgarn“
2018 „Moses' Entscheidung“
2019 „Gold!“
2020 (abgesagt aufgrund der Corona-Pandemie) "Wurst"
2021 „Wurst“